
Der Umbauhof ist ein Pilotprojekt zum zirkulären Bauen im Burgenland. 2024 wurden ausgewählte Bauhöfe und Altstoffsammelzentren, unter anderem in Strem und Eisenstadt, für jeweils einen Tag zu Pop-up-Umbauhöfen.
In einem Land, in dem die Bauwirtschaft die größte Abfallproduzentin ist, und in einer Zeit, in der Bestandsgebäude noch immer abgerissen und durch Neubauten ersetzt werden, haben wir uns gefragt: Wie viel Wert steckt im Material? Anstatt im Baustoffhandel neue Materialien zu kaufen und alte zu entsorgen, sollen am Umbauhof Alt-Bau-Materialien gesammelt, getrennt, sortiert, dokumentiert, repariert, aufbereitet und wieder angeboten werden. Bestandsgebäude werden so zu Rohstoffquellen, neue Häuser entstehen aus wiederverwendeten Bauteilen.
Wir sehen es als zentrale Aufgabe, das zirkuläre Bauen zu einem allgemein diskutierten und anerkannten Thema zu machen. Was in der Fachwelt seit Langem besprochen wird, braucht dringend den Dialog mit der Zivilgesellschaft. Mit den Pop-up-Umbauhöfen sind wir in die direkte Auseinandersetzung mit dem Abfallkreislauf gegangen, haben Möglichkeiten der Wiederverwendung untersucht, aktuelle Prozesse in Frage gestellt und Szenarien formuliert.
(Fast) jede Gemeinde hat einen Bauhof oder ein Altstoffsammelzentrum. Was, wenn dieser Bauhof zum Umbauhof wird? Was, wenn der Umbauhof mehr ist als ein Ort des Entsorgens, nämlich ein Ort, an dem der Wert von Materialien neu begriffen wird? Was, wenn er Anlaufstelle für private und gewerbliche Kund:innen ist, die nachhaltig bauen, sich informieren und weiterbilden wollen? Was, wenn er Raum für Handwerk bietet, Materiallager, Werkstatt, Tausch- und Verkaufsort, Schaudepot und Plattform ist, um neue Ästhetiken und Praktiken im Bauwesen zu zeigen? Was, wenn der Umbauhof sozialer Treffpunkt in der Region ist?
Das Projekt ist nicht nur als Konzeptskizze zu verstehen, sondern als Kickstarter für reale Umbauhöfe. Eine Ausstellung dazu fand im Rahmen der Architekturtage 2024 im Architektur Raumburgenland statt. Aus dem Projekt ist das Buch Umbauhof – Ein Ort für die Wiederverwendung von Bauteilen (Birkhäuser, 2026) hervorgegangen.
Status
completed
Year
2024
Location
Burgenland, AT
TYPE
competition
category
intervention, research
client
Architektur Raumburgenland
consulting
Andrea Kessler, materialnomaden
Team
Marcella-Malin Brunner, Natascha Peinsipp, Maura Schmitt, Felix Steinhoff
Fotos
asphalt, Clara Maria Fickl
Links




Pop-Up 1 in Strem und Pop-Up 2 in Eisenstadt

Vom Bauhof zum Umbauhof: Vision







grafiken zur recherche
Umbauhof als sozialer ort








Bauteilkatalog



Der Umbauhof ist ein Pilotprojekt zum zirkulären Bauen im Burgenland. 2024 wurden ausgewählte Bauhöfe und Altstoffsammelzentren, unter anderem in Strem und Eisenstadt, für jeweils einen Tag zu Pop-up-Umbauhöfen.
In einem Land, in dem die Bauwirtschaft die größte Abfallproduzentin ist, und in einer Zeit, in der Bestandsgebäude noch immer abgerissen und durch Neubauten ersetzt werden, haben wir uns gefragt: Wie viel Wert steckt im Material? Anstatt im Baustoffhandel neue Materialien zu kaufen und alte zu entsorgen, sollen am Umbauhof Alt-Bau-Materialien gesammelt, getrennt, sortiert, dokumentiert, repariert, aufbereitet und wieder angeboten werden. Bestandsgebäude werden so zu Rohstoffquellen, neue Häuser entstehen aus wiederverwendeten Bauteilen.
Wir sehen es als zentrale Aufgabe, das zirkuläre Bauen zu einem allgemein diskutierten und anerkannten Thema zu machen. Was in der Fachwelt seit Langem besprochen wird, braucht dringend den Dialog mit der Zivilgesellschaft. Mit den Pop-up-Umbauhöfen sind wir in die direkte Auseinandersetzung mit dem Abfallkreislauf gegangen, haben Möglichkeiten der Wiederverwendung untersucht, aktuelle Prozesse in Frage gestellt und Szenarien formuliert.
(Fast) jede Gemeinde hat einen Bauhof oder ein Altstoffsammelzentrum. Was, wenn dieser Bauhof zum Umbauhof wird? Was, wenn der Umbauhof mehr ist als ein Ort des Entsorgens, nämlich ein Ort, an dem der Wert von Materialien neu begriffen wird? Was, wenn er Anlaufstelle für private und gewerbliche Kund:innen ist, die nachhaltig bauen, sich informieren und weiterbilden wollen? Was, wenn er Raum für Handwerk bietet, Materiallager, Werkstatt, Tausch- und Verkaufsort, Schaudepot und Plattform ist, um neue Ästhetiken und Praktiken im Bauwesen zu zeigen? Was, wenn der Umbauhof sozialer Treffpunkt in der Region ist?
Das Projekt ist nicht nur als Konzeptskizze zu verstehen, sondern als Kickstarter für reale Umbauhöfe. Eine Ausstellung dazu fand im Rahmen der Architekturtage 2024 im Architektur Raumburgenland statt. Aus dem Projekt ist das Buch Umbauhof – Ein Ort für die Wiederverwendung von Bauteilen (Birkhäuser, 2026) hervorgegangen.
Status
completed
Year
2024
Location
Burgenland, AT
TYPE
competition
category
intervention, research
client
Architektur Raumburgenland
consulting
Andrea Kessler, materialnomaden
Team
Marcella-Malin Brunner, Natascha Peinsipp, Maura Schmitt, Felix Steinhoff
Fotos
asphalt, Clara Maria Fickl
Links


Pop-Up 1 in Strem und Pop-Up 2 in Eisenstadt

Vom Bauhof zum Umbauhof: Vision







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asphalt
Kollektiv
Für Architektur
Vivariumstraße 13/1/R02
A - 1020 Wien
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Für Architektur